Internationale Filmfestspiele beginnen in Berlin

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Schauspieler Ralph Fiennes gibt Autogrqamme

Die 64. Internationalen Filmfestspiele beginnen an diesem Donnerstagabend in Berlin. Die Filmfestspiele gehören zu den Filmfestivals der A-Kategorie. Bis zum 16. Februar werden an die 400 Filme verschiedener Genres und Sparten gezeigt. Seit seiner Gründung im Jahr 1951 gilt das Festival in Berlin neben Cannes und Venedig zu den führenden Filmfestivals in der Welt. Als Eröffnungsfilm wird in diesem Jahr Wes Andersons „Grand Budapes Hotel“ gezeigt.

Die neue Kulturstaatsministerin Monika Grütters rief indes die Künstler zu Kritik und Ungeduld auf. „Kunst darf und soll Zumutung sein. Und wenn sie darüber auch noch unterhält, umso besser“, so die CDU-Politikerin am Donnerstag. Grütters wird zusammen mit Jury-Präsident James Schamus und Berlinale-Direktor Dieter Kosslick das Festival feierlich im Berlinale Palast eröffnen.

In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt des Festivals bei Filmen mit einer Länge von 20 bis 60 Minuten. Es werden Filme von Amie Siegel, Laura Mulvey, von Faysal Abdullah, Omer Fast, Dani Gal und Marc Lewis zu sehen sein.

Gründung und Skandale

Die Initiative für das Festival ging von dem US-amerikanischen Filmoffizier Oscar Martay aus, der 1950 zur Vorbereitung des Festivals einen entsprechenden Ausschuss gründete. Der Ausschuss bestand aus Filmproduzenten, Vertreter der deutschen Filmverleiher, Journalisten und Politikern. Von Anfang an wurde festgelegt, dass sozialistische Länder nicht an dem Festival teilnehmen konnten. Der große Gewinner der ersten Berlinale war „Cinderella“ von Walt Disney. Er wurde mit dem Goldenen Bären und dem ersten Publikumspreis ausgezeichnet.

Das Festival war über die Jahrzehnte auch immer für seine Skandale bekannt. 1961 ließ die US-amerikanische Filmschauspielerin Jayne Mansfield (1933-1967) als Hauptattraktion vor versammelter Weltpresse ihr Kleid platzen. 1964 schockte ein schwedischer Beitrag das Publikum, der aufzeigte, wie in einer vom Jugendamt organisierten Wohngemeinschaft Jugendliche missbraucht werden.

Drei türkische Filme im Rennen

In diesem Jahr gehen drei türkische Filme auf der Berlinale an den Start. Es handelt sich hier um „Mavi Dalga“ („Die blaue Welle“) von Zeynep Dadak und Merve Kayan, Regisseur Hüseyin Karabay wird mit seinem Film „Sesime Gel“ („Komm zu meiner Stimme“) Weltpremiere feiern und Hasan Serin „Ağrı ve Dağ“ (Ağrı und die Berge) hat seine europäische Premiere beim Wettbewerb Generation Kplus für Kurzfilme.

Die Berlinale kann unter diesem Link auch live im Internet verfolgt werden.

 

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