Iran wertet Putins Besuch als Niederlage der US-Politik

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Der Iran sieht im Teheran-Besuch des russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin an diesem Mittwoch eine Niederlage der iranfeindlichen amerikanischen Politik. PrĂ€sident Hassan Ruhani empfĂ€ngt Putin und seinen aserbaidschanischen Kollegen Ilham Aliyev zu politischen und wirtschaftlichen GesprĂ€chen. Das Gipfeltreffen zeige, dass die regionale Zusammenarbeit keine Zustimmung der USA brauche. «Keiner achtet auf die Rhetorik der Amerikaner» gegen den Iran, sagte Vizeaußenminister Ebrahim Rahimpur am Dienstag.

Bei Putins Besuch geht es laut Rahimpur auch um die Zusammenarbeit des Irans mit Russland im Syrienkonflikt. Dort unterstĂŒtzen Teheran und Moskau den syrischen Machthaber Baschar al-Assad und bekĂ€mpfen gemeinsam die Terrormiliz IS. Beide LĂ€nder sind weiterhin fĂŒr Neuwahlen in Syrien, jedoch mit Assads Beteiligung. 

Außerdem rechnet der Iran mit einer klaren Ansage Putins zu dem Wiener Atomabkommen von 2015. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte vor zwei Wochen dem Iran die BestĂ€tigung der Einhaltung der Vereinbarung verweigert und mit einem hĂ€rteren Kurs gedroht. Auch die Annullierung des Deals zwischen dem Iran und den fĂŒnf UN-VetomĂ€chten sowie Deutschland wollte er nicht ausschließen. 

Im Wirtschaftsbereich gehe es beim Teheraner Treffen in erste Linie um «neue Handelskorridore», sagte Rahimpur der Nachrichtenagentur ISNA. Der Iran könnte ĂŒber das Schwarze Meer Zugang zu europĂ€ischen MĂ€rkten bekommen, Russland und Aserbaidschan ĂŒber den Persischen Golf Zugang zu arabischen MĂ€rkten. Auch der Ausbau der Bankbeziehungen und des Tourismus sowie Erleichterung der Zollkontrollen sollen besprochen werden.

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dpa/dtj